Leasing ist die Finanzierungslösung Nr. 1
Branche ist größter Investor in Deutschland
Leasing ist fester Bestandteil der deutschen Wirtschaft. Denn nicht das das Eigentum an einem Wirtschaftsgut, sondern allein dessen Nutzung schafft Werte. Bereits Anfang der Sechziger Jahre begann der Siegeszug des Leasings. Heute wird mehr als die Hälfte aller Investitionen, die nicht mit Eigenkapital oder aus Abschreibungsrückflüssen finanziert sind, durch Leasing realisiert. Leasing ist damit mittlerweile bedeutender als der klassische Bankkredit und insbesondere für mittelständische Unternehmen die Außenfinanzierungslösung Nr. 1.
In Deutschland sind heute Wirtschaftsgüter im Wert von weit mehr als 200 Mrd. Euro verleast. Das jährliche Neugeschäftsvolumen, also der Anschaffungswert der Objekte, über die in dem jeweiligen Jahr neue Leasing-Verträge abgeschlossen werden, ist in den letzten Jahrzehnten laut Angaben des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) kontinuierlich gestiegen – von umgerechnet 2,86 Mrd. Euro im Jahr 1975 auf 43,6 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die Leasing-Branche ist mit Abstand der größte Investor des Landes.
Welche Bedeutung das Leasing gesamtwirtschaftlich hat, zeigt die Leasing-Quote, also der Anteil der Leasing-Investitionen an den gesamten volkswirtschaftlichen Anlageinvestitionen. In den Sechziger und frühen Siebziger Jahren noch verschwindend gering, wuchs die Mobilien-Leasing-Quote laut BDL von immerhin 5,4 Prozent im Jahr 1975 bis Mitte der 1980er Jahre auf knapp 15 Prozent. 2010 erreichte sie einen Wert von rund 21 Prozent. „In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Leasing-Investitionen stets etwas besser als die seit einiger Zeit rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Investitionen, so dass Leasing seinen Marktanteil weiter ausbauen konnte. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist Leasing somit auf dem Vormarsch, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so der BDL.
Im internationale Vergleich, beispielsweise mit den USA, zeigt sich das Potenzial im deutschen Leasing-Markt: Die Leasing-Quote in den Vereinigten Staaten liegt über der 30-Prozent-Marke. Deutschland liegt also bei rund zwei Dritteln des US-amerikanischen Werts bei der Marktdurchdringung.

Quelle: ifo Institut, Stand: November 2010

